Die Sternwarte am Sorbischen Institut für Lehrerbildung in Bautzen

1956 erfolgte auf Veranlassung der Stadtverwaltung auch der Umzug der Einrichtung in das Sorbische Institut Lehrerbildung.
Anlaß war ein auf dem Dach des Gebäudes vorhandene, leerstehende (!) Sternwartenkuppel.
Der Bau war ehemals ein katholisches Lehrerseminar, in der Zeit des Nationalsozialismus Zollschule und im Kriege Lazarett und brannte bei den Kämpfen um Bautzen völlig aus.
Nach dem Wiederaufbau, wobei aus unbekannten Gründen auf dem Dach des Ostflügels eine Kuppel errichtet wurde, diente das Gebäude zunächst als Sorbische Erweiterte Obeschule und später als Lehrerbildungsinstitut.

In der Sternwartenkuppel wurde ein käuflich erworbener sehr leistungsfähiger Zeiss-Refraktor 130 / 1950 mm montiert.

In der Mitte der siebziger Jahre gesellte sich dazu ein von dem Mitarbeiter Herbert Niemz gebautes Spiegelteleskop 400/1800/6000 mm auf einer Zeiss-Montierung.